Wanderwochenende im Hunsrück

Am Freitag, 26.6.15, fuhren 15 wanderfreudige Mitglieder des Lauftreffs Igstadt zu einem Wanderwochenende nach Weiden im Hunsrück. Die Unterkunft, das Heuhotel Faust, war den meisten durch einen 2-maligen Aufenthalt bereits bestens bekannt. Nachdem alle Teilnehmer bei schönem Sommerwetter eingetroffen waren, wurden die Heulager (9 Heuschläfer) und die Betten (6 Bettschläfer) ausgewählt, bezogen und für gut befunden. Nach einem Rundgang über das Gelände und als alle Ziegen, Schafe und Pferde begrüßt und gestreichelt waren, gab es vom Hausherrn persönlich gegrillte Forellen, gegrillte Kartoffeln, Blattsalate und Kräuterquark. Zum Nachtisch gab es 2 cl gebranntes Obst. Nach diesem leckeren Essen stand zur Auswahl ein Lagerfeuer oder eine Fahrt mit dem Planwagen durch die abendliche Natur. Die Planwagenfahrt wurde einstimmig angenommen, das Lagerfeuer kurzerhand auf den nächsten Tag verschoben. 16 Personen einschließlich Fahrer quetschten sich auf Trecker und Wagen, somit gab es keine Möglichkeit zu frieren.

Am nächsten Morgen, nachdem der Gewitterregen vorbei und die Sonne wieder zurück war, wurde bestens gefrühstückt, das Pausenbrot zubereitet und die Wanderschuhe geschnürt. Der Weg führte ab Mörschied über kleine Pfade und feste Wanderwege bergauf bergab zur Wildenburg (650 m ü. NN, höchstgelegene Burg im Hunsrück), dort konnte auf der schönen Terrasse des Burgrestaurants ein kühles Bier und natürlich auch andere Getränke konsumiert werden. Einige Teilnehmer bestiegen den Turm, von dort bot sich eine weite Aussicht über den Hunsrück. Der Rückweg, teils über den Saar-Hunsrück-Steig, Felsensteig und über die Mörschieder Burr , 645 m ü. NN (Mörschieder Burr ist der Name einer Quarzitsteinwüste am Saar-Hunsrück-Steig) war ein Erlebnis, auch wegen der wunderschönen Aussichten über den Hunsrück bis ins Nahetal. Auf dem Heimweg lockte das bereits bekannte Café „Zum Uhrturm“ im mittelalterlichen Herrstein mit leckerem Kuchen und Kaffee. Am Abend wurden dann vom Hausherrn gegrillte Idar-Obersteiner Schwenksteaks serviert, Ofenkartoffeln, Gemüse und Salat und zum Nachtisch natürlich wieder gebranntes Obst. Dass das Wandern appetitanregend ist konnte man daran erkennen, dass Jürgen F. und Jürgen St. problemlos in der Lage waren, je 2 ordentliche Steaks und noch Bratwurst zu vertilgen. Danach, am Lagerfeuer, konnte der etwas kühle Abend angenehm ausklingen. Am nächsten Morgen stand nach dem reichhaltigen Frühstück eine etwa 7 km lange Wanderung auf dem Programm, die die Teilnehmer bei blauem Himmel und Sonne rund um den Ort Weiden führte.

Als alle Taschen wieder gepackt waren, gab es noch Kaffee und von Frau Faust gebackenen Kuchen.

Aufgrund der schönen Umgebung, der guten Verpflegung und der „etwas anderen“ Übernachtung im Heu waren alle Teilnehmer der Meinung, dieses Wanderwochenende unbedingt zu wiederholen und in den Jahresplan des Lauftreffs zu übernehmen.

10 Jahre Nordic Walking beim TV Igstadt

Totgesagte leben länger

Als sich vor 10 Jahren die Nordic Walker des TV Igstadt zur ersten Trainingseinheit trafen wurde durch Außenstehende an einem ernsthaften Training gezweifelt. Die häufigste Bemerkung war: „Ihr habt wohl Eure Ski vergessen und geht nur mit Stöcken durch den Wald“. Das mag vielleicht auch daran gelegen haben das dieses erste Training am 1. April stattgefunden hat. Nun sind 10 Jahre vergangen und Trainingsgruppe hat sich gegen alle Zweifler durchgesetzt. Anläßlich des Jubiläums organisierten Klaus-Peter Feldmann und Klaus Lochbühler am 23. November 2015 eine kleine Wanderrunde mit einem anschließenden gemütlichen Beisammensein.

Radwanderwoche im Altmühltal

Der Igstadter Lauftreff verbrachte in 2015 die gemeinsame Urlaubsreise, hervorragend geplant und organisiert von Ernst Klein und Hubert Erndt, in Gunzenhausen im idyllischen Altmühltal, wo am Samstagnachmittag ein komfortables Vier-Sterne-Hotel mit geräumigen Zimmern und hervorragender Küche auf die 21 Personen zählende Gruppe wartete. Das Haus liegt unmittelbar am Altmühlradweg und dennoch nur wenige Gehminuten von der historischen Altstadt entfernt. Ein üppiges Frühstücksbuffet sorgte morgens für einen gelungenen Start in den Tag, und der modern ausgestattete Wellness-Bereich mit Hallenbad und Sauna fand aufgrund der eher herbstlichen Witterung ebenfalls regen Zuspruch.

Wegen des Regens, der bereits am Nachmittag eingesetzt hatte, machten sich nur wenige nach dem Abendessen auf den Weg zu dem etwa zwei Kilometer entfernten Altmühlsee, wo das Seefest mit Livemusik und einem eindrucksvollen Feuerwerk stattfand. Am ersten Tag wurde bei freundlichem Wetter die längste Radtour der Woche mit einer Gesamtlänge von rund siebzig Kilometern unternommen. Über gut ausgebaute Radwege ging es nach Weißenburg, wo die Gruppe eine Führung durch die 867 erstmals erwähnte Stadt gebucht hatte. Kurzweilige Unterhaltung bot auch der Festumzug anlässlich des Kirchweihfestes; der letzte Wagen mit der Nummer 65 sorgte schließlich dafür, dass alle unliebsamen Spuren des bunten Treibens wieder beseitigt wurden: Das Kehrfahrzeug der Stadtreinigung. Am nächsten Tag stand die Umrundung des Brombachsees und des Altmühlsees auf dem Programm. Die im Altmühlsee gelegene Vogelinsel bietet Interessierten die Möglichkeit, seltene Vögel zu beobachten, die hier einen ungestörten Lebensraum und sichere Brutplätze gefunden haben. Am Dienstagmorgen ließ sich die Gruppe trotz regnerischen Wetters nicht entmutigen und radelte nach Ansbach, dessen malerische Altstadt zu einem ausgedehnten Bummel einlädt. Ein Denkmal erinnert an Kaspar Hauser, der hier einen geheimnisvollen, nie aufgeklärten Tod starb. Sehr interessant ist eine Führung durch die Prunkräume der Markgräflichen Residenz, in der einst die Herren des Fürstentums Ansbach Hof hielten. Der Mittwochmorgen war mit strömendem Regen wenig einladend für eine Radtour, so dass die Fahrt nach Eichstätt mit dem Zug zurückgelegt wurde. Hier siedelten die Kelten bereits im ersten vorchristlichen Jahrtausend, und im Bereich des heutigen Stadtgebietes befand sich in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt eine Römersiedlung. Im 16. Jahrhundert wurde in Eichstätt das erste deutsche Priesterseminar gegründet. Der Rundgang durch die Stadt war glücklicherweise bei sonnigem Wetter möglich, und am Nachmittag zeigte sich der Himmel wieder von seiner freundlichsten Seite, so dass einige noch eine Radrunde um den Altmühlsee drehten und ein paar Unerschrockene sogar ein kurzes Bad wagten. Am Donnerstag startete man bei recht viel versprechendem Wetter in Treuchtlingen Richtung Fränkische Alb.

Das Altmühltal wird hier enger und steiler; imposant ragen die „12 Apostel“ genannten Kalksteinfelsen aus den bewaldeten Berghängen empor und liefern außergewöhnliche Motive für den Hobbyfotografen. Leider wollte das Wetter dann doch nicht recht mitspielen und stellte die Regenkleidung auf eine harte Probe. Die Einkehr im „13. Apostel“, einem urigen kleinen Café direkt am Radweg, in dem riesige Stücke hausgebackenen Kuchens serviert werden, entschädigte für die Unbilden des Wetters. Der Nachmittag zeigte sich dann wieder von seiner sonnigen Seite, so dass noch bis Dollnstein weiter geradelt wurde, ehe es zurück nach Treuchtlingen ging. Für den nächsten Tag stand eine mit rund 35 Kilometern kürzere Etappe – die „Rundtour Storchenradweg“ – auf dem Programm, die wunderschöne Ausblicke auf das Altmühltal bietet und – wie der Name verrät – an zahlreichen Storchenhorsten vorbei führt. Die Einkehr im Biohof Lüdke in Dittenheim, wo man sich mit frisch gebackenem Kuchen stärkte, inspirierte das Programm für den letzten Tag: Eine Dorfführung durch Windsfeld und ein Vortrag über den Anbau und die Verwendung von Hanf. Seit 1996 ist in Deutschland der Anbau von suchtstoffarmem Hanf – Cannabis sativa – wieder erlaubt und wird im Biohof Lüdke zum Brauen von Hanfbier verwendet, das die Gäste im Rahmen der Führung verkosten können. Der dazu gereichte Flammkuchen wird mit Dinkelmehl aus eigener Herstellung frisch gebacken. Abends traf man sich dann noch zum abschließenden gemeinsamen Abendessen, ehe es am nächsten Morgen im strömenden Regen wieder zurück Richtung Wiesbaden ging.