Die Laufsaison 2016 ist eröffnet

Am 31. März eröffneten der Lauftreff und die Nordic Walker des TV Igstadt die Laufsaison 2016. Mit einem kleinen Buffet, zu dem man sich wegen des schlechten Wetters in die Schutzhütte des Grillplatzes zurückzog, wurde über die sportlichen Pläne für die kommenden Monate gesprochen. Neben der Teilnahme an den Volksläufen in der Region – Massenheim, Idstein, Lorsbach, Eppstein, Wallau, um nur einige zu nennen – stehen auch wieder eine gemeinsame Radtour in den Mai, die traditionelle Fronleichnams-Wanderung und eine gemeinsame Wanderwoche im Herbst auf dem Programm.

Im Training, das bis zur Zeitumstellung im Herbst jeweils montags und donnerstags um 18.00 Uhr auf dem Waldparkplatz zwischen Igstadt und Medenbach beginnt, können Strecken zwischen 7 und 13 Kilometern gelaufen werden.

Am 5. September vor 30 Jahren verabredete sich Lothar Breckner mit zwei Teilnehmerinnen seiner Skigymnastik-Gruppe zum Laufen – damit war der Igstadter Lauftreff geboren. Das Training findet im Sommerhalbjahr zweimal pro Woche, montags und donnerstags um 18.00 Uhr, am Igstadter Waldparkplatz statt. Je nach Leistungsniveau werden Strecken zwischen sieben und dreizehn Kilometern gelaufen. Unter der Leitung von Klaus-Peter Feldmann hat sich inzwischen auch eine große Gruppe von Nordic-Walkern angeschlossen, so dass der Lauftreff derzeit 75 Mitglieder zählt. Im Winter, wenn es abends zum Laufen zu dunkel ist, trifft man sich zur Gymnastik in der Jahn-Halle. 2003 übernahm Jürgen Stapf von dem im vergangenen Jahr plötzlich verstorbenen Lothar Breckner die Leitung des Lauftreffs. Als Vertreter steht ihm Alfred Thoma zur Seite und natürlich seine Frau Christina, die ihm für seine diversen Verpflichtungen den Rücken frei hält.

Igstadter Läufer nahmen erfolgreich an regionalen, aber auch internationalen Wettkämpfen teil. 1992 errang Herbert Fichtner beim Halbmarathon in Heidelberg mit einer Zeit von 1:21:36 Std. den ersten Altersklassensieg für das Igstadter Team. Mit seiner Marathonbestzeit von 2:38 Stunden gelang es ihm ebenso wie Günter Brandt (2:51) und Rolf Etz (2:54), die magische Drei-Stunden-Marke auf der 42,195 km langen Distanz zu unterbieten. 1991 wurde Ernst Buchhalla in Trier über 800 und 1500 m Deutscher Meister in der Altersklasse M50, 1993 holte sich Günter Brandt in einem spannenden Rennen über 5000 m den Hessenmeistertitel, um diesen Erfolg nur ein Jahr später über 1500 m, 5000 m und auf der Halbmarathondistanz zu wiederholen. Auf der vom Hessischen Leichtathletikverband herausgegebenen Senioren-Bestenliste 1995 erschien sein Name sogar acht Mal, da er auf allen Distanzen von der Mittelstrecke (1000 m) bis zum Marathon jeweils unter den vier Bestplatzierten rangierte. 1996 und 1998 wurde Ernst Buchhalla Hessenmeister über 1500 m, 1999 Günter Brandt über 10 km. Bei den Hessischen Meisterschaften 2000 über 21,1 km standen Petra Petry (W40) und Ingeborg Richter (W60) ganz oben auf dem Siegerpodest.

Igstadter Läufer waren immer wieder bei großen internationalen Marathonläufen vertreten wie New York, Paris, Berlin, Rotterdam oder sogar Hawaii, wo Regina Fischer mit immerhin 60 Jahren ihren ersten Marathon lief. Beim Freundschaftslauf der Wiesbadener Jugendstrafanstalt ist der Lauftreff seit Jahren eine feste Größe. Am 25-Stunden-Lauf der Wiesbadener Sportförderung sind die Igstadter seit Jahren mit jeweils mindestens zwei Mannschaften vertreten.

Ein fester Bestandteil der gemeinsamen Aktivitäten sind Wanderungen und Radtouren; so organisierte Hubert Erndt auch am vergangenen Samstag anlässlich des dreißigsten Lauftreffgeburtstags ein Geo Caching rund um Langenhain. Das Ganze funktioniert wie eine Schnitzeljagd, jedoch orientiert man sich anhand von GPS-Geräten, die Hubert Erndt in ausreichender Menge zur Verfügung stellte. Unterwegs mussten ein paar Aufgaben gelöst werden, und es gab auch noch eine kleine Stärkung für zwischendurch. Gegen 18.00 Uhr versammelten sich alle dann im Restaurant „Unter den Eichen da Luca“ am Langenhainer Sportplatz zum Abendessen. Beim anschließenden Besuch in der Langenhainer Sternwarte verbarg sich der Himmel zwar hinter einer dicken Wolkendecke, jedoch gab Michael Göller in einem humorigen Vortrag interessante Einblicke in das Fachgebiet der Astronomie.

DR